Flammenprozesse visualisieren, Verbrennung verstehen.
Emissionen reduzieren.Analyse und Optimierung moderner Verbrennungsprozesse
Warum die Verbrennung der zentrale Optimierungshebel ist
Mit dem Übergang zu nachhaltigen Energieträgern verändert sich nicht nur der Brennstoff, sondern das gesamte Verbrennungsverhalten. Hohe Reaktivität von Wasserstoff, langsame Reaktionskinetik von Ammoniak, Mischbetrieb und Fuel-Switching führen zu neuen Stabilitätsgrenzen, neuen Emissionsmechanismen und deutlich komplexeren Regelungsanforderungen. In der Verbrennung entscheidet sich, ob ein Energieträger technisch beherrschbar, regulatorisch zulässig und wirtschaftlich einsetzbar ist. Hier treffen Prozessverständnis, Designentscheidungen und Betriebsstrategien unmittelbar aufeinander – und werden zur technischen Realität.
Wo sich Effizienz, Stabilität und Emissionen entscheiden
Verbrennungs- & Emissionsanalyse
In der Entwicklung moderner Brenner- und Motorsysteme steht nicht die isolierte Betrachtung einzelner Effekte im Vordergrund, sondern die systematische Analyse von Flammenstabilität, Emissionsentstehung und Betriebsgrenzen unter realen Bedingungen. Entscheidend ist, das Flammenverhalten quantitativ zu erfassen, kritische Stabilitätsgrenzen frühzeitig zu identifizieren und die Wechselwirkungen zwischen Brennstoff, Strömung und Reaktionskinetik transparent zu machen.
Die Analyse umfasst die detaillierte Untersuchung von Flammenform, -länge, -ausbreitung und Dynamik sowie die Identifikation von Flashback-, Blow-off- und instationären Effekten unter realen Lastzuständen. Unterschiedliche Brennstoffe, Mischverhältnisse und Fuel-Switching-Szenarien werden vergleichend bewertet, um stabile Betriebsfenster zu definieren und Sicherheitsreserven zu quantifizieren.
Parallel dazu erfolgt die räumlich und zeitlich aufgelöste Untersuchung der Emissionsentstehung, insbesondere der NOx-Bildung. Lokale Hotspots, Temperaturgradienten und reaktive Zonen werden analysiert, um Designparameter, Betriebspunkte und Regelstrategien gezielt zu optimieren. Ziel ist es, Emissionen nachhaltig zu reduzieren, ohne Effizienz und Leistungsfähigkeit des Systems zu beeinträchtigen.
Optische Messtechnik ist für die Analyse von Verbrennung & Emissionen unverzichtbar
Von der Flamme
zur belastbaren Entscheidungsgrundlage
LaVision kombiniert hochaufgelöste Bildgebung mit quantitativer Analyse. Flammenemissionen, reaktive Spezies, Temperaturfelder und Strömungsstrukturen werden nicht isoliert betrachtet, sondern miteinander korreliert ausgewertet.
So entstehen:
- belastbare Aussagen zur Flammenstabilität,
- räumlich aufgelöste Emissionskarten,
- zeitaufgelöste Analysen instationärer Effekte,
- valide Eingangsgrößen für CFD- und LES-Modelle.
Die Verbrennung wird so von einem komplexen, schwer kontrollierbaren Vorgang zu einem mess- und beherrschbaren Optimierungsfeld.
Von der Flamme zur Emission – gezielte Analyse nach Anwendungsfall
Wasserstoff-Verbrennungsanalyse
Ammoniak-Verbrennungsanalyse
NOx-Verbrennungsanalyse
FlameStar NOx – Core Technology zur Verbrennungs- und Emissions- Analyse
Relevante optische Analyseverfahren in der Verbrennung
Flammenemissions- & Chemilumineszenz-Imaging
High-Speed & Time-Resolved Imaging
Laser-Induced Fluorescence (LIF – Laserinduzierte Fluoreszenz)
PIV in Flammen (Particle Image Velocimetry)
Rayleigh-Thermometrie & Raman-Imaging